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Neuseeland



Ich war im Jahr 2008 im November für ca. dreieinhalb Wochen in Neuseeland und habe eine Tour quer über die Nordinsel und die Südinsel gemacht. Eigentlich benötigt man für diese Land definitiv mehr Zeit, um so viel wie möglich mitzunehmen. Die Landschaft ist unglaubich, die Leute sind sehr nett, hilfsbereit und entspannt und eine Menge (deutschsprachiger) Touristen triffst Du an jeder Ecke :). Mein ständiger Reisebegleiter für Neuseeland war die deutschsprachige Ausgabe des 'Lonely Planets', leider war mein Exemplar, wenn es um Eintrittspreise ging, nicht so richtig aktuell.   Teuer war das Leben vor Ort in Neuseeland nicht für mich, da der Euro glücklicherweise ziemlich stark war. Kreditkarten werden in der Regel in Neuseeland überall akzeptiert und ein Geldautomat ist meistens auch nicht weit weg. Mein Fortbewegungsmittel war der unten abgebildete Camper, die Campingplätze in Neuseeland sind richtig gut, sauber und günstig. Selbstverständlich hatte ich auch ein Navi dabei, ich habe mir für mein TomTom ONE XL die Karten für Neuseeland einfach nachgekauft. Wer einen Wagen in Neuseeland mieten möchte, benötigt einen internationalen Führerschein und sollte sich unbedingt vorher über die (für mich jedenfalls) merkwürdigen Versicherungsbedingungen informieren.    

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Nordinsel


Meine Anreise nach Neuseeland erfolgte mit Emirates Airlines über Frankfurt, Dubai, Singapur und Brisbane. Der Flug war schon ein ziemlicher Ritt, 25 Stunden Flugzeit und insgesamt war ich knapp 36 Stunden unterwegs.  Ein Hinweis für Raucher oder Leute wie mich, die Raucher kennen: Zigaretten auf dem Rückweg in Dubai kaufen, dort kostet die Stange ca. 10 Euro. Die ersten Tage in Neuseeland habe ich Auckland verbracht, dort habe ich einen Kommilitonen besucht, der so nett war, mir Auckland und ein wenig die Umgebung von Auckland zu zeigen. Ein Tip für alle Leute, die eine gepflegte Blässe im Gesicht tragen: die Sonne in Neuseeland ist ziemlich stark, auch wenn nur 20°C sind und der Himmel bedeckt ist. Ich habe es mit meiner Nase gleich mal ausprobiert.

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Da ich die Bücher 'Herr der Ringe' gelesen und die dazugehörigen Filme gesehen habe, wollte ich selbstverständlich ein paar der Drehorte besichtigen und da hat sich der Ort Matamata angeboten. Hier wurde das Hobbitdorf aufgebaut und die Anfangsszenen für den ersten Teil des Films gedreht. Mein persönliches Fazit: spart Euch die knapp 25 - 30 Euro Eintritt, es lohnt sich nicht! Es gibt so gut wie nichts zu sehen, von den Requisiten ist so gut wie nichts mehr da und Du benötigst sehr viel Vorstellungskraft, um Dir das Ganze vorzustellen.  

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Meine nächste Station war die Stadt Rotorua. Über dem Ort liegt ein fauliger Geruch von Eiern. In der Mitte der Stadt befinden sich mehrere offene Schwefellöcher, die für diesen Gestank verantwortlich sind. Am Abend habe ich ein Polynesian Spa besucht, in den Thermalbecken hat man einen wunderbaren Blick auf einen Schwefelsee. Eigentlich war ich aber zum Wandern dort und habe mich am nächsten Tag zum Western Okataine Track begeben. Von Rotorua aus bin ich weiter nach Taupo gefahren. Auf dem Weg dorthin, habe ich das Waiotapu Thermal Wonderland besucht. Der Aufenthalt dort, hat sich auf jeden Fall gelohnt. Einen kleinen Zwischenstop habe ich dann noch an den Huka Falls gemacht. Um über Taupo einen besseren Überblick zu haben, bin ich den Mt. Tauhara hochgewandert. Die Nächte in Taupo waren noch ziemlich kalt in meinem Camper und ich war kurz davor, mit Wollmütze zu schlafen.

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Der Tongario Nationalpark war für mich der absolute Höhepunkt meiner Neuseeland Reise. Leider konnte ich nur einen Tag in Tongario verbringen, normalerweise sollte man dort drei oder vier Tage verbringen. Ich habe meine Tagestour im Whakapapa Village begonnen und bin den Weg zum Lower und Upper Tama gelaufen. In Tongario wurden übrigens die Szenen für Mordor aus dem Herren der Ringe gedreht. Die Kulisse dort ist einfach nur beeindruckend. Für alle Wanderungen in Neuseeland gilt (jedenfalls für die, die ich gemacht habe): die Wege sind sehr gut ausgezeichnet und die Zeitangaben auf den Schildern sind ziemlich genau. Falls ich noch einmal nach Neuseeland fliege, wird Tongario auf jeden Fall von mir noch einmal besucht. Nach Tongario bin ich weiter nach Ohakune gefahren, um dort zu übernachten.

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Südinsel


Die Überfahrt von der Nordinsel auf die Südinsel zwischen Wellington und Picton habe ich in Deutschland über ein Reisebüro vorgebucht. Die Idee, die Überfahrt vorzubuchen, war gut, allerdings war die Ausführung schlecht. Im Reisebüro habe ich den doppelten Preise (ca. 140 Euro) bezahlt. Wer das also selber erledigen möchte, sollte unter www.interislander.co.nz nachsehen. Die Überfahrt wird übrigens richtig spannend, wenn man in die Marlborough Sounds einfährt. Zu meinem großen Glück hatte ich dabei das beste Wetter und war die ganze Zeit auf Deck.

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Mein erstes Ziel auf der Südinsel war die Stadt Nelson. Von Picton aus habe ich die ziemlich kurvenreiche Küstenstraße genommen, dort wird man mit einer ziemlich grandiosen Aussicht belohnt. In Nelson selber befindet sich der Mittelpunkt von Neuseeland. Mein eigentlichs Ziel war aber die Stadt Motueka, von dort aus wollte ich zum Abel Tasman Park fahren. Einen Zwischenstopp habe ich noch auf Rabbit Island gemacht, es ist schon echt beeindruckend, wenn Du am Strand weit und breit der einzige Mensch bist.


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Motueka selber ist nicht wirklich spannend, von hier aus bin ich zum Eingang des Abel Tasman Park gefahren. Die Wege im Abel Tasman Park sind ziemlich einfach zu laufen, man läuft immer entlang der Küste und man kann einen Teil des Weges auch mit einem Kajak zurücklegen. Die Gegend um Motueka und den Abel Tasman Park soll angeblich die Region mit den meisten Sonnentagen in Neuseeland sein. Für meinen Aufenthalt dort kann ich das jedenfalls bestätigen.

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Von Motueka aus bin ich dann über Westport und Greymouth die Westküste der Südinsel entlang gefahren. Auf dem Weg habe ich noch einen Abstecher zu den Nelson Lakes gemacht. Die Städte sind nicht besonders interessant, in Greymouth habe ich noch das Jade Museum besucht und bin dann weitergefahren. Wie jeder andere habe auch ich die Pancake Rocks besucht. Glücklicherweise war gerade Flut und ich konnte die Blowholes in Aktion erleben.

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Ich habe auf dem Weg nach Wanaka ein kurze Zwischenstation in "Franz Josef" gemacht, um mir die Gletscher anzusehen. Fand ich nicht so interessant, da ich bereits ein halbes Dutzend Gletscher ein paar Jahre vorher in Patagonien gesehen habe.

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Die Fahrt über den Hass Paß und durch den Mt. Aspring National Park nach Wanaka war ein absolutes Erlebnis. Den ersten Zwischenstopp habe ich an den Blue Pools gemacht, ich habe wohl noch nie so klares, blaues Wasser gesehen. Danach hat mich mein Weg dann am Lake Wanaka und am Lake Hawea entlang geführt. Es war richtig schwierig dort ein Foto zu machen, der Wind war dort so stark, daß ich kaum die Kamera fest halten konnte.

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In Wanaka hatte ich ein wenig Pech mit dem Wetter, dort hatte ich die einzigen beiden Regentage während meiner Neuseelandtour. Queenstown ist daher komplett ins Wasser gefallen, ich mach mir sowieso nichts aus Bungee Jumping :). Ich habe daher das Indoor Programm gewählt und war in der Puzzling World und im Transport Museum. Der Typ dort hat wirklich alles gesammelt was nicht bei drei auf den Bäumen war, ich will echt nicht wissen, wie der Mann an die Panzer und insbesondere an die MIG gekommen ist. Wer auf alten Krempel steht, ist dort auf jeden Fall richtig. Am nächsten Tag habe ich dann trotz des Regens dann doch doch auf den Weg nach Queenstown gemacht, die Straße zwischen Wanaka und Queenstown ist echt abenteuerlich. Eins ist jetzt auf jeden Fall klar für mich: Serpentinen machen mir nichts mehr aus!

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In Wanaka habe ich mich dann entschieden, nach Dunedin zu fahren. Auf dem Weg dort hin, bin ich durch das Central Otago gefahren und habe einen Abstecher zur Otago Peninsula gemacht. In Dunedin selber habe ich nur den Botanischen Garten besucht. Da ich kein großes Interesse daran hatte, Städte zu besichtigen, bin ich am nächsten Tag auch sofort weiter gefahren. Mein nächstes Ziel sollte dann der Mt. Cook sein. Einen kurzen Stop habe ich dann noch an den Moreaki Boulders gemacht, habe mir die Elephant Rocks angesehen und bin dann durch das Waitaki Valley gefahren.

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Selbstverständlich habe ich wie jeder guter Neuseeland Tourist auch den Mt. Cook besucht. Meine Zelte habe ich in der Weltstadt Twizel aufgeschlagen und bin von dort die 45 Minuten bis zum Mt. Cook gefahren. Ich hatte riesiges Glück mit dem Wetter: Sonnenschein und nicht eine einzige Wolke am Himmel. Wenn man sich die Fotos ansieht, wird schnell klar, warum die Gegend auch die Südalpen genannt wird.

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Meine nächste Station war dann die Stadt Timaru. Dort habe ich mir den Lake Tekap und den Peel Forest angesehen. Falls Ihr dort in einem Cafe eine junge, deutsch Frau trefft, die Pyrotechnik studieren will, dann grüßt sie schön von mir. Aber ich glaube, sie wollte jetzt schon irgendwo in der Südsee sein.

Leider ging mein Aufenthalt in Neuseeland damit dann auch schon zu Ende. Meine letzte Nacht habe ich in Akaroa verbracht. Aus irgendeinem Grund bin ich dann auf die Idee gekommen, an so einer Bootstour teilzunehmen, wo man dann angeblich Pinguine zu sehen bekommt. Und tatsächlich: ich habe welche zu Gesicht bekommen. Das, was mir in Feuerland nicht gelungen ist, hat dann also doch noch am anderen Ende der Welt geklappt.

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